Heiz- Kraftwerk Wettiner Platz (Westkraftwerk)
Funktional- sachliche Industriearchitektur

 

Architekt:   Paul Wolf (Leiter des Hochbauamtes)
                 
Mitarbeit: Rühle, Fischer, Mittmann
Bauzeit:     1926-28
Adresse:    Wettiner Platz
/ Alfred Althus-Straße
Umbau:
     Das ehem. Maschinenhaus wird ab 2013 zu einem
                 neuen Theaterkomplex für die Operette und das
                 TJG umgebaut.



Die Operette kommt ins Kraftwerk
Im Rathaus sind sich seit gestern die Bürgermeister einig:
Das Musiktheater zieht von Leuben an den Wettiner Platz.
SZ vom 07. Mai 2008

Kommentar:
So schön und sinnvoll, eine Umnutzung leerstehender Industriearchitektur vom Ende des 19. Jahhunderts auch ist, Dresden vermisst schmerzlich einen klaren sichtbaren architektonischen Aufbruch ins 21. Jahrhundert. Nach dem Beschluss, keine Kunsthalle auf dem Neumarkt zu bauen, nach dem Sanierungsbeschluss für die Philharmonie im Kulturpalast und nun für den Umzug der Operette ins Kraftwerk scheint kein einziges Projekt mehr übrig zu bleiben, welches als NEUBAU im Zentrum Dresdens an die großen architektonischen Vorbilder anknüpft, gleichzeitig aber selbstbewußt eine starke Gegenwartsarchitektur errichtet. Das ist für eine Weltkulturerbestadt, die sich einer weltoffenen Zukunft verpflichtet, ein Armutszeugnis. Der schöpferisch-kreative Geist Dresdens muss in Augenhöhe mit der Traditionspflege einhergehen!

SZ vom 28.05.08
Zitat: "Operette und Theater Junge Generation im Kraftwerk Mitte. Die Stadt will das Industrieareal zu einem Kultur-Quartier gestalten.
.
.. Beide Spielstätten sollen von einer Passage vom Wettiner Platz erschlossen werden. ... Für die Operette wird das ehemalige Maschinenhaus genutzt. Es wird das Foyer, Gastronomie, Garderoben, Probebühnen und Technikräume aufnehmen. In Richtung Ehrlichstraße soll ein schlichter Anbau für den Zuschauerraum mit 700 bis 850 Plätzen, den gesamten Bühnenbereich und Künstlergarderoben erfolgen. Neben dem Neubau soll ein gemeinsames Werkstattgebäude für die Staatsoperette und das Theater Junge Generation errichtet werden. ... Für das Theater Junge Generation soll das ehemalige Umspannwerk verwendet werden. Schaltwarte als Foyer."

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2006 wurde das eindrucksvolle Kesselhaus, architektonisches Herzstück des ganzen Ensembles, durch die DREWAG abgerissen. Seit Jahren lag eine Abriss-genehmigung des denkmalgeschützten Kesselhauses vor. Die Drewag hätte sich um Investoren bemüht, aber kein Interessent konnte - angeblich - die Finanzen aufbringen, die kathedralenhafte Halle umzubauen. So wurde in wenigen Sommerwochen des Jahres 2006- ohne jeden Protest der Dresdner Öffentlichkeit, eines der signifikantesten Dresdner Gebäude, gleichrangig mit Festspielhaus Hellerau oder Hygiene-Museum sang- und klanglos abgerissen.


Das Kesselhaus in einer Fotographie um 1930. In seinem klaren symmetrischen Aufbau erinnert(e) der Bau an das zentrale Kesselhaus der Zeche Zollverein in Essen.

Dieses Kesselhaus in Essen wurde wie die gesamte Anlage sogar 1994 zum Unesco- Weltkulturerbe erklärt. Selbst die Bauzeit
1928 - 32 entspricht der von Dresden. Architekten waren: Fritz Schupp und Martin Kremmer. Siehe www.zollverein.de - Bild - In Dresden werden stattdessen ähnliche Ikonen einer sachlich-funktionalen Industriearchitektur auf dem Müll geworfen.



Das Kesselhaus während der Abrissarbeiten. (Foto: S. Baumgärtel, 31.08.06)

Kraftwerk Mitte
später Westkraftwerk

mit Phasenschieberhaus, Schalt-, Kessel- und Reaktanzenhaus

Um das alte Heizkraftwerk hinter der Semperoper abreißen zu können, wurde das alte Lichtkraftwerk am Wettiner Platz durch Neubauten mit modernsten technischen Anlagen zum Westkraftwerk erweitert. Wolf fügte sie in die neogotische Anlage aus rotem Klinker ein, indem er das Material aufgriff, es aber als Umhüllung der Ingenieur- Stahlkonstruktion in kubische Formen mit flächigen Fassaden und Flachdächern transponierte. Die monumentalen Baukörper, die durch ein-
heitliche Materialien und Formen als geschlossenes Ganzes wirken, staffeln sich zum stadtbildprägenden Volumen des Kesselhauses. Der Gesamtkomplex dokumentiert die Entwicklung im Industriebau seit 1895 fast lückenlos. Seit der Stilllegung 1994 wird für die zentral gelegene, herausragende Anlage eine neue Nutzung gesucht.

aus: Paul Wolf. Stadtbaurat in Dresden 1922- 1945, Ausstellungskatalog des Deutschen Werkbundes Sachsen e.V. 2001


Paul Wolf 1919 über Industriestädte:
"Aus Zweck und Technik werden diese Schöpfungen zu neu-
artigen Formgebilden gestaltet werden müssen, als äußerer Ausdruck unserer industriellen Zeit. Freilich müssen wir uns zuerst dabei von den Fesseln der Romantik und des Eklektizismus befreien, die beim Industriebau keine Daseins-
berechtigung mehr habe. Poelzig's Wasserturm in Posen und sein Entwurf für ein Gasometer für Dresden sowie die industriellen Bauten der AEG von Peter Behrens mögen den Weg andeuten, der eingeschlagen werden muss."
(Zitat aus: P.Wolf, Das Formenproblem der Stadt der Vergangenheit u. Zukunft, Leipzig 1919)

Wolf's Enthusiasmus für das „industrielle Zeitalter“ blendete die Umweltschäden, z.B. durch starke Rußentwicklung der vier Schornsteine, aus. Unmittelbar am Werk lag dichte Wohngebiete.



Parallelen

Fast zeitgleich - 1927-28 baute Hans Poelzig das Kraftwerk Schulau an der Elbe in Schleswig Holstein, welches mit seinen gestaffelten Backstein-Kuben und den vertikalen Fenstern sehr mit dem Dresdner Kraftwerk korrespondiert. Diverse Ansichten in der TU Berlin.


Hompepage: DREWAG - www.drewag.de

Auf dem Gelände des Gaswerkes Altstadt entstand 1895 ein elektrisches 'Lichtwerk'. Mit dem Westkraftwerk erhielt es 1900 ein spiegelbildliches Pendant. Jeweils über langrechteckigem Grundriß errichtet, nutzen Kessel- und Maschinenhalle eine Längswand gemeinsam. Die Giebel der Maschinensäle enthielten hohe Fenster und wurden von Türmen flankiert.
Beim Um- und Anbau 1927 zum Heizkraftwerk wurde über dem seither als Schaltwarte dienenden Lichtwerk ein Abspannturm mit offener Galerie errichtet und 1928 ein Heizhaus angefügt. Der mit rotem Backstein verkleidete Stahlskelettbau überragt(e) mit massigen Kuben die Gebäude der Umgebung. Seine vier Schornsteine weckten Assoziationen an Dampfschiffe (Volksmund: "Panzerkreuzer Aurora"). Sie wurden Mitte der 90er Jahre im Zuge der schrittweisen Stillegung abgetragen.

Stimmige Proportionen und warmer Backstein

Das gleichzeitig errichtete Schalthaus an der Stiftstraße entwickelt sich aus langgestreckten Kuben, angenehm gegliedert durch farblich hervorgehobene Backsteinreihen.
Die Proportionen von Abspannturm und Schalthaus sind von klarer Schönheit.
Allerdings gab es gegen das Baumaterial Klinker zur Bauzeit heftige Vorbehalte wegen der Nähe des Zwingers.

Nach Jahren Leerstands wird das eindrucksvolle Heizkraftwerk 2013-2016 revitalisiert. Es entsteht eine gemeinsame Spieltstätte für die Operette und das Theater der jungen Generation. Andere Gebäude werden für die Kreativwirtschaft umgebaut.
Einem der imposantesten Schlachtschiffe der Industrialisierung inmitten der Dresdner Innenstadt wird somit neues Leben eingehaucht. Die eigenwillige Mischung aus historisierender bis sachlicher Architektur des Neuen Bauens als Denkmal der Dresdner Bau- und Industriegeschichte gerät im 21. Jahrhundert neu in den Fokus. Darüber
hinaus bietet die Architektur zum 26er Ring genügend Platz für einen Anbau in zeitgemäßer Sprache.


Kesselhaus - Rückseite 2003 - Vergrößerung - Foto 1994 vor Abriss

Kesselhausabriss - Großstadt-Ikone - ein Nachruf!
Das Kesselhaus, eine gigantische Halle mit kathedralenhafter Wirkung des vergangenen Maschinenzeitalters Anfang des 20. Jahrhunderts, ist systematisch durch offenstehende Fenster und undichte Dächer dem Verfall preisgegeben worden. Dieses monumentale Schlachtschiff der Moderne hätte auch nachfolgenden Generationen ein Beispiel vom industriellen Aufbruchs Dresdens zur Großstadt demonstrieren können, aber Verantwortliche haben den Abriss durchgesetzt. Sicherungsarbeiten wurden im Prinzip nicht durchgeführt, so daß der anfällige, rostende Stahl mit jedem Jahr hinfälliger wurde. Die Dresdner Denkmalpfege zeigt sich zu (willens-) schwach, diesen Koloß des Lichtwerks der Nachwelt zu erhalten. Ein Trauerspiel !

In London z.B. wird historische Industriearchitektur zur meist besuchtesten Galerie moderner Kunst umgebaut, in Dresden dagegen reißt man solche Ikonen ab. Ein unglaubliches Versagen der DREWAG, der Dresdner Denkmalpflege und vieler anderer Verantwortlicher! www.tate.org.uk

Selbst Cottbus hat sein altes Dieselkraftwerk (1927-28)
2008 in ein modernes Kunstmuseum umfunktioniert:
www.museum-dkw.de

Im Juli 2005 konnten eine Vielzahl der Gebäude für ein Kunstprojekt www.elektrische-stadt.de gewonnen werden.

 

Heizkraftwerk - Dez. 2003
Im Sommer 2006 wurde des große Kesselhaus abgerissen. Foto: Dez.2003
Dieser grandiose Innenraum ist nun bereits Geschichte. Foto: T. Kantschew - Juli 05 - Vergrößerung


Was hätte man alles aus diesem Raum machen können, aber der Mut war zu klein. Foto: T. Kantschew - Juli 05 - Vergrößerung


Ehemalige Ansicht des Kesselhauses von Süden aus (Ehrlichstraße) Feb. 05. (Foto: T. Kantschew / Vergrößerung

Heizkraftwerk von Paul Wolf (Stadtbaurat Dresden) 1926 -28
Noch vorhanden: Anlagen an der Schweriner Straße
Ansicht vom Wettiner Platz: künftig ohne das Kesselhaus und damit ohne seiner pyramidalen expressiven Steigerung - Foto: 2005




2005 noch vorhanden: riesige markante Stahlträger - gemacht scheinbar für die Ewigkeit - Abriss: 2006


Schaltzentrale für Fernwärme (Zustand 2005) - mit original
erhaltener Glasdecke von 1929. Foto: Iris Engelmann

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Industriearchitektur in Sachsen
erhalten erleben erinnern
Ausstellung vom 07.10. 2012 bis 24.02.2013 in Dresden, Foto alte Schaltzentrale (Einladung): Bertram Kober


Gesamtareal des erweiterten Heizkraftwerkes Mitte im Jahr 1930. Gut zu erkennen die gewaltigen Dimensionen des neuen Kesselhauses mit den vier Schonsteinen

 

Paul Wolf (1879 - 1957)
Stadtbaurat in Dresden von 1922 - 1945


23 Jahre lenkte Stadtbaurat Wolf, Nachfolger Hans Poelzigs, die städtebaulichen Entwicklungen der sächsischen Haupt-stadt. Wie Wilhelm Kreis arbeitete der gebürtiger Würtem-berger in der Weimarer Republik und in der NS-Diktatur.
An der techn. Hochschule Stuttgart absolvierte er sein Architekturstudium 1897 - 1901. Nach diversen Stationen arbeitete er von 1910-1914 in Berlin Schöneberg als Stadtbau-inspektor und städtebautechnischer Dezernent (u.a. Plan für die Ceciliengärten, Platz vor dem Schöneberger Rathaus und den angrenzenden Stadtpark). In Hannover wirkte er danach als Stadtbaurat bis 1923 und schuf diverse Bauten sowie städtebaulichen Planungen.
In mehreren Büchern setzte er sich für einen hygienischen, geordneten Städtebau mit hohem Grünanteil ein. Stark anwachsende Großstädte sollten mehr dezentralistisch, ohne unnötig hohen Flächenverbrauch entwickelt werden. Infos zur
Kurzbiographie
"Seine Bauten zeichnen sich im Gegensatz zu der Wärme des temperamentvollen Süddeutschen Erlwein durch sachliche Kühle aus." (Zitat: Fritz Löffler in "Das alte Dresden)


Werke (Auswahl)

1923 Ilgen-Kampfbahn (Sportstadion)
und Arnholdbad (bis 1926)
1925  Umbau des Gewandhauses an der Kreuzstraße zur Dresdner Staatsbank
1924 - 26 Studentenhaus Mommsenstraße 13
1924 - 1927  Leitung der ersten Restaurierungsphase der Frauenkirche
1923 Planetarium in Stahlbeton
1924 / 28 Urnenhain auf dem Friedhof Tolkewitz
1924- 27 Bürgerheim Pfotenhauer Straße
1927/28 Packhof
Zschonergrund Freibad (www.zschonergrundbad.com)
1927 - 28 Städtische Waldschule am Fischhaus
1926 - 28 Straßenbahnhof Friedrichstadt Waltherstraße
1928 Ehem. Obdachlosenheim für Männer, Dresden-Friedrichstadt, Bodelschwingstraße 1
(Expressionismus)
1928 - 29 Ehem. Volksbad Pieschen (Sachsenbad)
Volksschule Reick (heute Hülße-Gymnasium)
1927 - 30 Beteiligung an der Planung zur Jahrhunderthalle in Cottbus
1929- 30 Flügelwegbrücke
1929 - 34 Knabenberufsschule
1930 - 31 Bebauungsplan, Gesamtleitung u. Einzelbauten für die Intern. Hygiene-Ausstellung
1931 Jugendherberge, seit 1947 Hotel Astoria
(nach 1990 abgerissen)
1929 - 30 Erweiterungen Krankenhaus Johannstadt
1933 Neustädter Königsufer (mit Balke, Conert, Andrae)
1935 - 38 Altstadtsanierung (u.a. Große Frohgasse und Salzgasse)
1935 - 39 Mitarbeit an den Planungen zum Gauforum (auch eigene Entwürfe)
1938 Plan "Die Neugestaltung der Innenstadt"
1945 10. Mai: Paul Wolf wird vom sowjetischen Stadtkommandanten in Dresden, Oberst Goroschow als Stadtbaurat abgesetzt. Ein Hauptgrund: Wolf war im Zweiten Weltkrieg auch Beauftragter für Luftschutzsicherung und wurde für die schweren Folgen des Luftangriffs in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 verantwortlich gemacht.

"Wolf war Chef eines kommunalen Planungsstabes und nicht für alle architektonischen Details zuständig, doch bei gestalterischen Fragen hatte er das letzte Wort. Er vertrat eine rationale, an den Funktionsabläufen und den Anforderungen der Nutzer orientierte Haltung. Während Wolf bei seinen ersten Dresdner Bauten Klinkerfassaden und expressive Zierelemente einsetzte, näherte er sich um 1930 stärker dem Neuen Bauen an. Ein radikal moderner oder avantgardistischer Architekt und Stadtplaner war Wolf jedoch nie. Paul Wolf verstand sich als unpolitischer Fachmann und blieb auch nach 1933 in seiner Position. Zum Abschluß seiner Laufbahn wirkte er schließlich bis 1952 als Referent für Stadtplanung im Ost-Berliner Aufbau-Ministerium."
(Quelle: www.deutscher-werkbund.de)


Zwischen Kühnheit und Hybris
Dankwart Guratzsch (Die Welt: 30.07.02)

Der Architekt Paul Wolf in Dresden

Zitat:
"Der Stadtbaurat der sächischen Landeshauptstadt Paul Wolf umspannt mit seiner Tätigkeit drei gegensätzliche Bauepochen des 20. Jahrhunderts und ist damit eine fast singuläre Figur in der kommunalen deutschen Planungsgeschichte. Eine kleine Schautafelausstellung des Deutschen Werkbundes im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen in Dresden zeichnet die Stationen skizzenhaft nach. Sie kann nur als ein erster Hinweis auf eine Planergestalt gewertet werden, die symbolisch für den Enthusiasmus, die Kühnheit, die Hybris und das Scheitern einer ganzen Generation von Stadtplanern steht, die das Bild der Städte grundlegend verändert hat.

Wie Hans Erlwein, sein großer Vorgänger an der Spitze der Dresdner Bauverwaltung, hat sich auch Wolf in zahlreichen kommunalen Großbauten verewigt, die in strikt modernen, wuchtig-monumentalen, meist symmetrischen Formen gestaltet sind. Unter ihnen ragen das Sachsenbad mit seiner gestuften Lichtdecke und das an einen Ozeandampfer erinnernde, in rote Ziegel gekleidete Kraftwerk Mitte heraus. Auf Neustädter Seite setzte er die vom Verein zur Förderung der Neustadt erstrittene landschaftliche Gestaltung des Königsufers durch."


Dem konservativen Architekturkritiker Guratzsch muss widersprochen werden. Man kann nicht pauschal vom "Scheitern einer ganzen Generation von Stadtplanern" sprechen. Das verkennt völlig die Qualitäten des modernen deutschen Städtebaus der 20er und frühen 30er Jahre, vor allem im Siedlungsbau, aber auch im Verkehrsbau und in der Landschaftsplanung. Zum Beispiel strebte Paul Wolf in seinem Werk eine "organische Stadtplanung" an, die eine Stadt als raumkünstlerischer Gesamtorganismus, wenn man so will, als Gesamtkunstwerk begreift. Das hielt er nicht nur in seinen Schriften fest, sondern versuchte es - auch in Dresden - in die Tat umzusetzen.



Literatur:

Eva Benz- Raballah: Leben und Werk des Städtebauers
Paul Wolf, Dissertation an der TU Hannover 1997

Ulrike Grötzsch: Das amtliche Wirken von Paul Wolf. Stadtbaurat in Dresden von 1922 bis 1945, Unveröffentlichtes Manuskript Dresden 2003 (im Stadtarchiv Dresden)

Paul Wolf, Die neue Stadtbaukunst Dresdens, 1928/29

Paul Wolf, Wohnung und Siedlung, Dresden 1925

Paul Wolf, Städtebau. Das Formenproblem der Stadt in Vergangenheit und Zukunft, Leipzig 1919

Paul Wolf, Dresden als städtebaulicher Organismus, in:
Dresden. Das Buch der Stadt, hrsg. vom Rat der Stadt Dresden, 1924

DBZ 1927, S. 601

"Paul Wolf und Heinrich Tessenow", in: Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau. Ausgabe 11.1927
Digitalisierte Ausgabe in: http://digital.zlb.de


Studie zum Bebauungsplan Groß Dresden vom Städtischen Hochbauamt, abgezeichnet von Paul Wolf im Dezember 1925, Vergrößerung
Die Studie weist Wachstumszonen innerhalb des gesamten Elbtals von Meißen bis Pirma und Freital aus. Auf jene Trabantenstädte, der Begriff wird wörtlich von Paul gebraucht, legt der Stadtbaurat zur Entlastung der dicht bebauten Innenstadt viel Wert, ebenso auf die Erhaltung der zahlreichen Grünflächen.


Bebauungsplan für ein Teilgebiet der Stadt Dresden (Quartier nördlich der S-Bahn um die Hansastraße) vom April 1925 unter Mitwirkung von L.Arlt, Vergrößerung


Städtische Werkwohnungen am Crispiplatz (heute Ebertplatz in Löbtau) in Dresden von Paul Wolf 1925

Georg-Arnhold-Bad (1923-26) von Paul Wolf - hier Innenhof und Durchgänge, Foto: 1951 - Deutsche Fotothek. Mitarbeit: Rühle, Julius Vischer, Fischer, R. Mittmann



Schematische Modelldarstellung einer Grossstadt. Entwurf von Paul Wolf
Schematische Modelldarstellung einer Grossstadt. Entwurf von Paul Wolf unter Mitarbeit von Stadtbaudirektor M.Arlt, In: DBZ 1930. Vergrößerung