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Architekt: Paul Wolf
Bauzeit: 1928- 29
Adresse: Wurzener Straße 18
"Das
aus quaderförmigen Körpern zusammengesetzte Gebäude
entstand als Kernstück eines größeren "Sportparks".
Um eine zweigeschossige Schwimmhalle gruppieren sich zwei langgestreckte,
dreigeschossige Trakte, deren Fenster durch Gesimse horizontal zusammengefaßt
sind, sowie ein eingeschobener Baukörper, dessen zurückgesetzte
Vorderfront mit Haupteingang von den Längsflügeln gerahmt
wird. Den rückwärtigen Abschluß dieser Baukörper,
in denen sich Umkleiden, Brause- und Wannenbäder befanden, bilden
zwei quergelagerte, vorkragende Treppenhäuser, an die sich ein
eingeschossiger Querbau anschließt. Dieser trägt einen
auf Stützen ruhenden Quader, der die Wasserbehälter enthielt.
Die darunter befindliche Terrasse war als Verbindung vom Hallenbad
zu einem nicht realisieren Freiluftbecken konzipiert. Eine stählerne
Satteldachkonstruktion trägt die gestaffelten Aufbauten. Die
Zukunft des zur Entstehungszeit als "vorbildliche Volksbadeanlage"
gelobten Ensembles, ein bemerkenswertes Beispiel des Neuen Bauens
ist ungewiß."
(Architekturführer Dresden 1997)
Plätze
des 20. Jahrhunderts
Das Ensemble aus Hallenbad, Wohn- und Bibliotheks-gebäude entwarf
Paul Wolf als Dominante eines Sportforums und der umgebenden Wohnbebauung.
Gemeinsam mit dem Kleinwohnungsblock von Hans Richter im Süden
gruppierte er die Gebäude um eine Platzanlage. Diese Raumöffnung
- städtebaulicher Verweil- und Zielpunkt - steigerte die Wirkung
der einheitlich in sachlicher Formensprache gehaltenen Fassaden. Sie
war außerdem als Auftakt für das hinter dem Bad liegende
Sportareal und die anschließenden Kleingärten gedacht,
die zusammen mit dem Dorfkern Altpieschen einen Grünzug durch
Pieschen bilden sollten, wie es Wolfs städte-
baulichen und hygienischen Vorstellungen entsprach. Die Planung wurde
nur teilweise ausgeführt, das Gebäude-ensemble an der Wurzener/
Rehefelder Straße ist eines der wenigen raumprägenden Beispiele
neusachlichen Bauens in Dresden. Das Sachsenbad ist geschlossen und
verfällt.
(aus: Paul Wolf. Stadtbaurat in Dresden 1922 - 1945, hrsg. vom Deutschen
Werkbund Sachsen e.V. 2001)
Der Platz hat leider bis heute keinen Namen.
Neues Bauen - seit Jahren steht das Baudenkmal leer.
Pläne für die Umwandlung des denkmalgeschützten Bades in Dresden Pieschen
zu einem Sport- und Freizeitzentrum der Öffentlichkeit sind z.Z. unrealisierbar.
"Wir haben acht Varianten für den Umbau untersucht, aber alle scheiterten
an der Finanzierung. Angesichts der Haushaltslage kann sich die Stadt
keine neuen Ausgaben mehr leisten" - so Baubürgermeister Herbert Feßenmayr
(CDU) im Februar 2004. Deshalb wäre eine Sanierung des Sachsenbades
in absehbarer Zeit nicht möglich, sondern nur Sicherungsarbeiten.
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Reliefs von Gustav
Bach

Nordseite Bad und Bibliothek / Foto: 1929

Südseite: Wohnhaus an der Rehefelder/ Wurzener Straße im
Stil der Neuen Sachlichkeit von Hans Richter / Foto: 1928
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Blick von der Empore
mit gestufter Lichtdecke, Foto: 1930er Jahre
Neues
Dresden
Fernsehen - 20. November 2007
Sachsenbad: Stadt will Fördermittel beantragen
Seit Jahren ist das ehemalige Sachsenbad in Pieschen eine Ruine. Der
Verein Pro Pieschen und das Entwicklungsforum Dresden setzen sich
schon lange für eine Wiederbelebung ein. Nach jahrelangen Bemühungen
scheint es jetzt einen Lichtblick zu geben: Die Stadt will Fördermittel
für das Sachsenbad beantragen.
www.informationguide.de
(Locations, Dresden, Sachsenbad) - Hier gibt es Fotos vom Zustand
des Sachsenbades im Inneren und Äußeren vom April 2008.
360°-
Fotographie vom Innenzustand des Sachsenbades (April 2009)
SZ
vom 19. April 2008
Der Verein Pro Pieschen sucht Unterstützer mit einer Kunstaktion.
Der Verein Pro Pieschen will mit einer Kunstaktion für die Sanierung
des seit Jahren verfallenden Sachsenbads an der Wurzener Straße werben.
Im Rahmen des Projekts „Metropole Pieschen 2008“ will er in Läden
Handtücher ausstellen unter dem Motto „Sachsenbader aller Stadtteile
vereinigt Euch“, wie Christian Helms ankündigte. „Wir wollen zeigen,
dass man ein modernes Bürgerbad in einer alten Hülle bauen kann“,
ergänzte er.
Der Verein hat auch die Fraktionen des Stadtrats um Unterstützung
gebeten. SPD und Bürgerfraktion wollen nun in einem gemeinsamen Antrag
die Stadt auffordern, aktiv zu werden. „Unser Ziel ist, dass die Stadt
bis 30. Juni ein Konzept zur Sanierung und Betreibungskosten vorlegt“,
sagte Christoph Hille von der Bürgerfraktion.
SPD-Stadträtin Sabine Friedel sprach sich dafür aus, das Projekt im
Stadthaushalt für 2009 zu verankern. In einem Förderprogramm seien
bereits vier Millionen Euro dafür vorgesehen.
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Zustand Sachsenbad
- Halle: April 2008, Foto Markus Hoffmann, Vergrößerung
(farbig)

Badewannen für die Volkshygiene, Zustand: April 2008, Foto Markus
Hoffmann, Vergrößerung
(farbig)

Sachsenbad in den 1960er Jahren |