|

zum Vergleich:
Jugendherberge von Paul Wolf 1931 - das Gebäude besaß damals
ein Flachdach, auch die Fassade war ganz anders aufgeteilt.
Jugendherberge von Paul Wolf 1931 mit
Dreiteilung der Fenster und kubischen Baukörpern
Hotel Astoria mit anderer Fensteraufteilung,
Satteldächern und höherem Vordach - Foto 1961
Wettbewerb
für ein Hotel am Neustädter Markt
Zeitgleich mit dem Beginn des Hotelbaus Astoria fand im Frühjahr
1946 ein Wettbewerb für ein großes Hotel am Neustädter
Markt - unter möglicher Einbeziehung des Wiederaufbaus der Narrenhäusel-Ruine
statt. In der Zeitschrift "Baumeister" vom 01. Mai 1946
wird der Wettbewerb besprochen, an dem Walter Born (Leipzig) einen
Preis, der Entwurf von Hans Freese (Berlin) einen Ankauf und Wolfgang
Rauda eine lobende Erwähnung erhielt. Die Pläne wurden jedoch
nicht umgesetzt. Das Grundstück ist bis heute unbebaut.

Entwurf Freese (Quelle: TU Berlin Plansammlung) - links
im Bild: Narrenhäusel
Franz
Ehrlich (1907 - 1984)
1927–1930 Studium am Bauhaus Dessau (Gesellenprüfung als Tischler,
Mitarbeit an Gropius' Totaltheaterprojekt für Erwin Piscator, Diplom
in den Fächern Architektur und Plastik
ab 1930 Arbeit in den Berliner Architekturbüros von Walter Gropius
und Hans Poelzig. Mit Heinz Loew und Fritz Winter Gründung des Gestalterbüros
Studio Z -
1931 Eintritt in die KPD
1934–1935 Zuchthaushaft wegen politischer Betätigung
1936–1937 Lagerhaft im KZ Buchenwald,
danach "arbeitsverpflichtet"
1943–1945 Kriegsdienst im Strafbataillon 999, Kriegsgefangenschaft
auf dem Balkan
ab 1946 Arbeit im Dresdner Referat für Wiederaufbau
Planungen zur Bebauung des Hellers für 30 000 Einwohner nach Gesichtspunkten
der Gartenstadt Hellerau;
Projekt einer Siedlungsstadt im Elbtal; Studien zu Wohnzellen in Stadtteilen;
1946 Gestaltung der Ausstellung "Das neue Dresden".
1948–1950 Freier Architekt in Dresden, u. a. Arbeit für die Deutschen
Werkstätten in Hellerau
1956
Entwurf der ersten komplettierungsfähigen Einzelmöbelserie für die
Deutschen Werkstätten Hellerau
(Großserie 602)

Modul der „Ergänzungsfähigen Anbaumöbel“ Typ 602 der
Deutschen Werkstätten Hellerau, 1957- Die Serie repräsentierte vor
allem in den 1960er-Jahren den „skandinavischen Stil“: Zurückhaltend,
modern, schmucklos und doch warm im Ausdruck, modular und daher für
Neubauwohnungen geeignet, gehörte sie zu den Klassikern dieser Zeit
ab 1950 Technischer Direktor des VVB Industrieentwurf Berlin
1951 - Aufbau des Rundfunkgebäudes in Ostberlin Nalepa-
straße - Link
zu Infos dazu und www.nalepastrasse.de
ab 1953 Beauftragter des Staatlichen Rundfunkkomitees
1955–1958 Architekt des Ministeriums für Außenwirtschaft
1959–1962 Architekt der Akademie der Wissenschaften der DDR
1963–1966 Chefarchitekt des Leipziger Messeamtes
1968–1972 Chefarchitekt der Deutschen Werkstätten Hellerau
Weitere Infos auf: http://deu.archinform.net/arch/23164.htm
"Ehrlich zählt zu den vielseitigen Architekten und Designern
der deutschen Nachkriegs- und Aufbauzeit. Als einer der Architekten
der DDR, die aus dem Bauhaus hervorgingen, entwickelte er den Funktionalismus
innovativ weiter und versuchte, seine Auffassung von Architektur den
politischen Bedingungen und ideologischen Normen verschiedener Phasen
anzupassen. Ehrlich strebte dabei Beachtung der ökonomischen Grundlagen
des Bauens und Umsetzung sozialer Aspekte an."
----------------------------------
Der Nachlass des Architekten und Designers befindet sich
im Archiv des Bauhauses Dessau.
Siehe: www.bauhaus-dessau.de
------------------------------------------------
Hans
Hartl
(1899 - 1980)
seit
1933 Mitarbeiter der Deutschen Werkstätten Hellerau
1935 - 39 Direktor der Filiale Frankfurt / Main der Dt. Werkstätten
Hellerau
1938 Innenausstattung des Jagdhauses Grillenburg von Mutschmann (Beteiligung)
1942 - 43 Prof. an der Dresdner Akademie
1946 / 47 als Innenarchitekt Chefentwerfer der Deutschen Werkstätten
Hellerau
ab 1946/ 47 Prof an der TH Dresden
1951 Prof. an der Werkkunstschule in Darmstadt
|