Militärhistorisches Museum als Leitmuseum der Bundeswehr (Heer, Luftwaffe und Marine)
Nachdenken über Krieg und Frieden

 
Architekt: Daniel Libeskind (und Hans-Günter Merz)
Bauzeit: 2003 - 2010 (Arsenal: 1874 - 75)
Adresse: Olbrichtplatz 2


Websiten zum Umbau:

www.daniel-libeskind.com (mit einigen Bildern von der Baustelle)

www.militaerhistorisches-museum.bundeswehr.de
Die äußerst informative neue Webseite gibt detaillierte Auskünfte über das künftige Konzept und die Neugestaltung des Leitmuseums der gesamten Bundeswehr (bestehend aus Heer, Luftwaffe und Marinestreitkräften) -
mit Fotogalerien zum aktuellen Baugeschehen

Organisierte Gewalt
Richtfest für Libeskind in Dresden, BauNetz vom 06.10.08


1871: Triumph über Frankeich


"Eines der anspruchsvollsten Bauwerke der Albertstadt ist das Arsenal, welches das alte Zeughaus (jetzt 'Albertinum') ersetzte. An den Entwürfen waren Sempers Nachfolger an der Akademie, Nicolai, vielleicht auch dessen Mitarbeiter Rumpel und Niers beteiligt. Es handelt sich um eine Dreiflügelanlage mit zweieinhalb Geschossen. Die ca. 120 m breite Hauptfassade umfaßt 23 Achsen, zwei Seitenrisalite und ein Mittelrisalit gliedern sie. Über dem Sockelgeschoß durch Pilaster in korinthischer Kolossalordnung zusammengezogen. Höhepunkt der Anlage ist der Mittelrisalit, dessen drei Mittelachsen durch eine Attika über dem Kranzgesims betont werden. Zwischen den gekuppelten Säulen mit korinthischen Kapitellen ist ein Triumphbogen, über Obergeschosse und Attika verlaufend, eingefügt. Die korinthische Ordnung, die antikisierenden Giebelreliefs, das Zahnschnittgebälk usw. geben dem Gebäude eine klassizistische Note, die Gliederung im Grundriß durch die Risalite wirkt eher barock. Dieser Eindruck wurde urspr. durch Aktroterien, Schlußsteinplastiken und den tiefen Triumphbogen unterstützt.

Das Innere zeigt die Funktion als Waffen- und Munitionsdepot: im EG tragen 125 Sandsteinpfeiler ein Kreuzgewölbe (in Anlehnung an das Berliner Zeughaus), in den OG finden sich Stahlträger, die auf gußeisernen Stützen lagern. Die zweiläufige Haupttreppe ist in einem weit in den Hof ragenden Treppenhaus untergebracht. Schon ab 1897 wurden Teile des Arsenals umgestaltet; 1916/17 wurde es sächs. Heeresmuseum, 1972 Armeemuseum der DDR.
Folgenreichste Umbaumaßnahme war der flache Vorbau in Stahlkonstruktion sowie die Verhängung des Triumphbogens mit Stahllamellen (1967-72, Projektierungsbüro Süd der NVA von H.Müller und K.Richter). Eine neuerliche Rekonstruktion brachte eine Annäherung an den urspr. Zustand. Das Arsenal ist z.Z. Sitz des Militärhistorischen Museums und der Bibliothek der Bundeswehr."
(Architekurführer Dresden 1997)


Wir Deutsche

Finanziert wurde das Arsenalgebäude wie die gesamte Kasernenstadt, in der jetzt z.T. die Bundeswehr-Offiziers-Schule untergebracht ist, u.a. aus den Reparationszahlungen Frankreichs (insgesamt: 5 Milliarden Francs an das Deutsche Reich), die Frankreich aufgrund des begonnenen und verlorenen Krieges 1870/71
an das Deutsche Reich zu zahlen gezwungen wurde.
Der
Ausbau der weitläufigen Armeestadt im Norden Dresdens fällt in die Regierungszeit König Alberts (1873- 1902).
Der Wettiner hatte entscheidend
als Oberbefehlshaber der sächsischen Armee im deutsch-französischen Krieg für einen Sieg des preußisch geführten Deutschlands beigetragen, in dem er u.a. in der Schlacht bei Brie und Villiers am 30.11./02.12.1870 den Ausfall französischen Truppen aus Paris verhinderte. Er wurde 1871 zum Generalfeldmarschall des Deutschen Reichs ernannt.

Dieses riesige Militärgelände der "Albertstadt" war Sitz einer der bedeutendsten deutschen Garnisonen. Sie wurde nach der Neuordnung der sächsischen Armee nach preußischem Vorbild seit 1866 und insbesondere nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 am Südrand der Dresdner Heide entwickelt. Ein ideales Gelände, um exemplarisch Deutsche Militärgeschichte zu präsentieren.


Deutsche Bundeswehrgeschichte - nicht in Berlin, nicht in Bonn, sondern in Dresden

Der auf seine Gedenkarchitektur spezialisierte jüdisch-amerikanische Architekt Daniel Libeskind (u.a. Jüdisches Museum in Berlin-Kreuzberg) wird in einem Auftrag vom Verteidigungsministerium (Struck) das alte Arsenalgebäude zu einem Museum für Deutsche Bundeswehrgeschichte umbauen. Für Dresden ist das ein großer Glücksfall, denn das dezentrale politische System der Bundesrepublik verteilt seine Verwaltungseinrichtungen in verschiedene Städte Ost-wie Westdeutschlands. Das alte Arsenalgebäude auf dem großen Militärgelände im Norden der Stadt bietet sich dazu optimal an.

Eine neue eindrucksvolle und weithin sichtbare Gestaltungs-intervention wird der seitlich herausragende Glaskeil sein. Dieser erstreckt sich über alle Geschosse und greift ein Stück der historischen Innensubstanz an.
Als neue Schicht des Gebäudes mit wechselvoller Geschichte überlagert die hinzugefügte Architektur auch den DDR-Vorbau - um es genau zu sagen, die Libeskind-Intervention beseitigt alle DDR-Zutaten von 1972, als das NVA-dominierte Museum Propaganda zum Kampf gegen die "imperialistische" Bundes-wehr der BRD verbreitete.
Die neobarocken Prunkharnische über den Säulen, wie auch die Schmuckwappen auf dem Dach,
die nach 1945 beseitigt worden waren, werden nicht mehr wiederhergestellt. Einzig die erhalten gebliebenen Siegerkränze im Relief künden noch von der ursprünglichen Aussage des Hauses.


2010: Ein Pfeil weist auf die Stadt

Der eindrucksvolle Glaskeil, der das repräsentative Wehr-gebäude von 1875 mit neuen Sichten öffnet, wird auf starke emotionale Weise verdeutlichen, was mit dieser Stadt und mit unserem Land geschah (Deutsche Teilung) bzw. was von ihm ausgegangen ist. Erklimmt man die zur Erhöhung inszenierte gründerzeitliche Treppe zum Museum, wird man mit einem sichtbaren Bruch konfrontiert werden. Dieser Bruch mit dem selbstgewissen kaiserlichen Militärpathos, welches bereits 1914 militärische Stärke zu imperialistischer Angriffslust des I. Weltkrieges übersteigerte, verweist dann zusätzlich auf den "Großen Krieg" und auf die fatalen Auswirkungen des vorherigen, deutsch-französischen Krieges 1870-71, als das endlich geeinte Deutschland viel zu überhitzt wuchs.

MHM

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) - so ein Text auf seiner Webseite: "bietet unterschiedliche Perspektiven auf deutsche Militärgeschichte. Die Gesamtkonzeption von Architektur und neuer Dauerausstellung steht für das Nebeneinander von klassischen und neuartigen Sichtweisen und Ausdrucksformen. Tradition und Innovation – alte und neue Interpretationen von Militärgeschichte bilden die Eckpunkte der Konzeption. (...)

Im Mittelpunkt steht der Mensch
Das Leitmotiv, das alle Ausstellungsbereiche und auch die bauliche Konzeption durchdringt, ist die Frage nach den Ursachen und dem Wesen von Gewalt. Hier wird der Mensch thematisiert mit all seinen Ängsten, Hoffnungen, Leidenschaften, Erinnerungen, Trieben, mit seinem Mut, seiner Vernunft und Aggressionsbereitschaft. Krieg ist nur verständlich, wenn seine Darstellung die Natur des Menschen zur Grundlage nimmt.

Mit über 19 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche entsteht hier das größte militärhistorische Museum Deutschlands.

Architektur
Der Erweiterungsbau schafft eine grundlegende Neuorientierung des Gebäudes. Er gibt den Weg frei auf das historische Zentrum Dresdens. Er erhebt sich über die Dachlandschaft des Altbaus als von außen sichtbares Zeichen der Erneuerung und von innen erlebbare Öffnung zur Stadt. Der Neubau „Keil“ schneidet in den Altbau und öffnet den Raum zur Auseinandersetzung mit der Militärgeschichte und ihrer Zukunft und führt den gesellschaftlich-inhaltlichen Diskurs architektonisch fort.
"


Tiefe Symbolik

Der Glaskeil durchbricht die Symmetrie und läßt so alte Sehgewohnheiten und Deutungsmuster klassischer Ordnungen mit Zentralperspektive in einem neuen Blick betrachten.

Auch im Hofbereich wird es einige sehr interessante Überschneidungen der alten Ordnung mit der Intervention des Glas- und Metallamellen-Keils geben.


Libeskinds gläsernes V soll Sinnbild sein für den Mut zum Aufbruch, den die Dresdner nach dem Zweiten Weltkrieg hatten. In Form eines V wurde auch der Bombenangriff am 13. Februar 1945 auf Dresden geflogen, die erste Markierungsbombe zerstörte das Stadion im Ostragehege.

DNN vom 26.09.08
"Libeskind möchte nach eigenem Bekunden ein "kritisches Nachdenken über Militärgeschichte" ermöglichen und für Transparenz sorgen. Die Fassade des alten Arsenals im Norden von Dresden wird deshalb durch einen Glaskeil aufgebrochen. Der "Neubau im Altbau" schiebt sich wie ein Schiffsbug durch das Gemäuer. Dabei sind beide Gebäudeteile nicht miteinander verbunden. Zwischen alten und neuen Wänden klafft stets eine winzige Lücke. Die Architektur soll Kontinuität und Brüche in der deutschen Militärgeschichte ausdrücken."



Beleuchteter Zacken

„Kühn” wie Verteidigungsminister Struck formulierte, sei der große Zacken, der sich wie ein Keil in den bisherigen Gebäudekörper bohrt, ihn spaltet, ihn sechs oder sieben Meter überragt und am höchsten Punkt den Blick öffnet auf die „Filetstücke” Dresdens, die Frauenkirche den Zwinger und die Semperoper. Zu sehen sein wird der spektakuläre Zacken auch nachts. Er soll beleuchtet werden. Libeskind bezeichnete es als einen „Raum zum Nachdenken” und stellte klar „das ist kein militärisches sondern ein kulturelles Objekt”. Der Keil verläuft zwischen den beiden alten Museumsteilen, in denen auf vier Ebenen eine Chronologie von Militärhistorie seit 1350 präsentiert werden soll. Besucher müssen beim Rundgang immer wieder den Zwischenteil passieren und werden dort mit Fragen konfrontiert wie „Warum gibt es Kriege?”, „Was macht Krieg aus Menschen?” oder „Brauchen Kinder Kriegsspielzeuge?” Ausstellungsgestalterin Barbara Holzer, die für den am Entwurf beteiligten Museumsspezialisten Prof. Hans-Günter Merz arbeitet, verwies auf die große Chance, ein neues Konzept gemeinsam mit einer neuen Architektur entwickeln zu können. (aus einem Bericht über den Besuch des Verteidigungsministers in Dresden von www.streitkraeftebasis.de )



Nachdenken über Krieg, (Neo-) Faschismus, Opfer und Täter

Mit dem (noch zu schaffenden) Friedenszentrum Frauenkirche und dem zentralen deutschen Museum der Bundeswehr-Geschiche, welches sich aktiv mit den Fragen von (Kalten) Krieg und (inneren) Frieden auseinandersetzen wird, erhält Dresden zwei schwergewichtige Stätten von großer internationaler Strahlkraft. Das exemplarische Schicksal Dresdens wird in diesen beiden Gebäuden auf Gegenwart und Zukunft Deutschlands und seiner Rolle innerhalb einer europäischen bzw. globalen Friedensordnung nachhaltig Einfluß haben.
35 Millionen Euro investiert die Bundeswehr in den Umbau des denkmalgeschützten Militärhistorischen Museums zum Leitmuseum der Bundeswehr.

Die neue Dauerausstellung wird ab 2010 nicht nur Bundes-wehrgeschichte erzählen, sondern deutsche Militärgeschichte in internationalem Kontext von 1300 bis heute.

Der umgebaute Bildungsbau soll auch die Darstellung der anthropologischen Seite des Soldatseins behandeln - ein interessanter neuer museumspädagogischer Ansatz. Ebenso wird die Geschichte der Nationalen Volksarmee (NVA), der Kalte Krieg zwischen Ost- und Westdeutschland und die Besatzungszeit der Roten Armee von 1945 bis 1994 aufgearbeitet werden, als in der Mitte der 80er Jahre der jetzige russische Staatspräsident Putin in Dresden als Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB wirkte.




Daniel Libeskind


Daniel Libeskind baute auch das IWM (Imperial War Museum) North in Manchaster 2002 und gewann den Wettbewerb für die Neubebaung von Ground Zero in New York.

Fotos vom IWM und aller bisher ausgeführten Projekte auf:
www.daniel-libeskind.com

Das IWM wurde als Institution bereits 1920 vom brititschen Parlament als Aufklärungsstätte zum I. Weltkrieg gegründet. Homepage: (www.iwm.org.uk)
(Das britische Volk hatte von 1914- 18 mehr als 1000 Ziviltote u.a. durch die Luftkriegsattacken deutscher Zepeline zu beklagen.)


Militärhistorisches Museum in Dresden - jetzt
In einer alten, provisorischen Industriehalle wird z.Z. während des Umbaus in Sonderausstellungen u.a. über das Thema "Zwischen Arsenal und Moderne - Bauen und Ausstellen" berichtet.

Der neue Leiter
des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr ist seit Dezember 06 Oberstleutnant Ferdinand Freiherr von Richthofen.


Libeskinds transparenter Keil wird aus löchrigem Stahl gebaut

SZ vom 22.06.05:
Als wären „Zitronenpresse“ und „Käseglocke“ im Zentrum nicht genug, entsteht in der Albertstadt jetzt eine Architektur, die der gewitzte Dresdner gewiss bald „Käsereibe“ nennt. Der transparente Keil, den Architekt Daniel Libeskind durch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr treibt, ist nämlich nicht aus Glas, sondern mit löchrigen Stahlschienen verkleidet. Museumschef Oberstleutnant Franz-Josef Heuser nennt die Konstruktion vornehm „Gardine“.

Seit Herbst wurde das Gebäude geräumt und auf seine Struktur vom Ende des 19. Jahrhunderts zurückgebaut. Die Arbeiten gehen nun in die entscheidende Phase. „Bis 2007 soll der Rohbau fertig sein. Spätestens Anfang 2009 wollen wir eröffnen“, sagt Heuser. 40 Millionen Euro sind für den Umbau veranschlagt, zehn Millionen davon für die Ausstellungsgestaltung auf 10 000 Quadratmetern. Kein Museum in Dresden hat mehr Ausstellungsfläche. Doch sie reicht nur für einen Teil der 1,5 Millionen Objekte vom U-Boot bis zum Uniformknopf. Auch die Depots mit schwerer Militärtechnik werden geöffnet.

Der Keil wächst langsam aus dem Militärmuseum, DNN vom 19. Juni 2006



Probeachse für den künftigen „transparenten“ Keil durchs Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Foto: Ronald Bonß


view of café, Planung: 2004 - Das Museum erhält ein Restaurant. Aber es wird sich nicht in der Turmspitze, sondern im Erdgeschoss befinden.


viewing platform at top of wedge

"Die Allgemeingültigkeit der Gewalterfahrung im Zweiten Weltkrieg zu vermitteln, ist grundliegendes Anliegen der Installation 'Dresden-Blick' in der Spitze des Keils."

view from the south

Weitere Entwurfszeichnungen unter:
www.daniel-libeskind.com/projects/show-all/military-history-museum/
Aus dieser Website auch dieser Text:

Militärhistorisches Museum Dresden


The central theme of the Military History Museum of the future is the human being: those who went into the war and those who have remained at home; people of different eras; people of different generations. It approaches people of all age and whatever interest.
It addresses to all Dresdners and visitors from abroad.

The new extension is cutting a wedge through the structural order of the arsenal. Therefore the museum gives a place for reflection about organized violence, it creates an objective view to the continuity of military conflicts and opens up vistas to the central anthropological questioning.

The new extension gives a fundamental re-orientation to the existing building. It opens up the view to the historical centre of Dresden. The wedge soars above the roof of the existing building visualizing the modernization to the outside world while offering the opportunity to experience the opening to the city.

The new façade is being conceived against the background of the existing building, in response and contrast to it. The openness and transparency of the new façade stands against the opacity and solidity of the old façade. As one represents the severity of the authoritarian past in which it was built, the other reflects the openness of a democratic society and the changed role of its military. In the new elevation of the Museum both are visible at the same time and one through the other. This correlation corresponds to the juxtaposition of new and old in the building’s interior: The rigid column grid of the old Arsenal is contrasted with a new column free space. The interplay of both together forms the character of the new Military History Museum.


Museum im Bau: Stand November 2009

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Arsenal 1975 - Seitenflügel Arsenal um 1930
Arsenal vor 1945Armee-Museum im Mai 2004 - mit DDR-Anbau
Armee-Museum im Mai 2004 - mit DDR-Anbau Arsenal um 1900 Erdgeschosshalle mit Geschützen 1944 Überarbeitete Fassung (derzeitiges Bauschild im Februar 05) mit offen- gläserner Vorderfront. Wettbewerbsmodell von Daniel Libeskind Vorderansicht des Modells Eigenhändige Ideenskizze von Daniel Libeskind


Modell mit Schnitt durch den Libeskind-Neubau, Fotografie: B … (Quelle: SIB NL D2)
Vergrößerung


Arsenal 1975 nach dem Umbau der Nationalen Volks-Armee
Aufnahme 1975. Im Februar 2005 ist inzwischen der Vorbau und die Absperrung des Triumpfhbogens aus DDR-Zeiten beseitigt. Bis zum Frühling 05 werden einige Innenräume für die zeitgenössische Umdeutung des ehemaligen Waffenlagers entkernt.


Probestück der Metalllamellen, Nov. 2009

Daniel Libeskind hatte 2002 im Auftrag der Woba Dresden auch einen Entwurf für ein Kinderkaufhaus auf der Hauptstraße in der Inneren Dresdner Neustadt entworfen. Die auffällige dekonstruktivistische Architektur löste eine Kontroverse aus. Aus Mangel an Mietern, die in diese zwei durch die Heinrichstraße separierte Shoppinghäuser einziehen sollen, kam das Projekt nicht zustande.


Erste Fassung


Überarbeitete Zweite Fassung mit weniger stürzenden und fallenden, schräg heraus ragenden Formen.